Sexualpartner und Kennzahlen

„Today i learned that the average person has 8 different sexual partners in their lifetime.
Today I also learned that I am a whore“.

Jeder kennt sie und jeder hat sie. OK fast jeder. Doch nur kaum einer spricht darüber und wenn dann wirklich nur mit seinem besten Freund oder Freundin.
Von was ich jetzt rede, ist die Zahl der Liebhaber oder Liebhaberinnen bzw. Geschlechtspartner, die wir Menschen im Laufe unserer sexuellen Aktivitätsphase in unser Bett lassen und mit denen wir schlafen.
Doch warum machen wir darüber so ein Geheimnis oder erfinden diese Zahl manchmal neu, wenn wir danach gefragt werden? Hat jene Zahl eine Auswirkung auf unser Beziehungsverhalten? Oder beweist die Zahl die Tauglichkeit und Fähigkeit gut im Bett zu sein?

Es sind wenige Tage vergangen, als mir ein heißer attraktiver Typ in Form eines Bildes via WhatsApp den oben genannten Satz zukommen ließ.
Als erstes dachte ich „Oh weh“ durch das schreiben meiner Kolumne, wo das Wort SEX, MANN und PENIS so häufig vorkommt, wie die Kassiererin im Supermarkt „guten Tag“ sagt – muss Er wohl der Annahme sein, dass ich eine sehr hohe Anzahl an Geschlechtspartnern in der Vergangenheit hatte und er jetzt bestimmt denkt, ich wäre die größte männliche WHORE in ganz München.

Einige Tage später bei unserem ersten spontanen Kaffee Date in einem kleinen Café am Straßenrand in München erzählte ich Ihm von meiner nächsten Kolumne und deren Inhalt, wobei er spontan erklärte, „Du ein Kumpel von mir, der schon lange Single ist, hatte locker 300 Sexualpartner, was ich weiß und von daher brauchst Du dir keine Gedanken zu machen. Also völlig normal“.
„Alles klar Mister I wear my Sunglasses“ – dachte ich in jenem Moment und überlegte, ob Er auch so viele Sexualpartner hatte und ich mich lächerlich machen würde, wenn ich Ihn persönlich danach würde, während er seine Sonnenbrille abnahm und an seiner Zigarette zog und unverschämt HOT in diesem Moment aussah. Also beschloss ich Ihn einige Tage später danach zu fragen.

Am Abend zuhause in meinem Bett, mit der Erinnerung an den heißen Typ vom Nachmittag, machte ich mir Gedanken darüber, wieviele Sexualparten DU als Single wirklich haben könntest und was realistisch sein könnte.
Ich kam nicht umher und stellte mir folgende mathematische Gleichung auf, die wie folgt lautete:
Single + 30 Sexualpartner im Jahr x der Anzahl an Jahre des Singledaseins ergibt = die Summe X

Die Frage ist, sollten Wir Menschen uns überhaupt darüber Gedanken machen, wer wann und wo in unseren Betten war?
Fakt ist, desto Älter Wir werden desto mehr müssen wir Singles damit zurechtkommen, dass wenn wir uns neu verlieben, vor uns einige andere in diesem „neuen“ Bett waren und wir uns nicht daran messen müssen. Wichtig ist, sich seiner eigenen Qualität als Sexualpartner sicher zu sein und es dem andere so zu besorgen, dass dieser oder diese nicht mehr die Finger von einem lassen kann.
Und wenn man selbst auch mehrere Sexualpartner hatte, ist man lange noch nicht Schlampe, sonder überaus gut erfahren im Bett oder hat eben bis dato das passende Gegenstück noch nicht gefunden.

Bis bald
Euer Kolumnist
Tom