Wie gesund sind die Orgasmen der Selbstbefriedigung?

Quelle: NY.Club

Kaum ist ein fabelhaftes Wochenende vorbei, an dem der Neue NY. Club in München eröffnet hat und ich mit meinem neuen Date diesen Abend, für kurze Zeit in vollen Zügen genossen habe, ehe ich mich alleine tiefer ins Nachtleben stürzte, da Er schon nach Hause musste – und wir zu Beginn des Abends und der folgenden Tage am Telefon zu einem doch etwas delikaten genüsslichen Gespräch betreffend der Häufigkeit der Selbstbefriedigung kamen.

„Was einmal am Tag oder sogar zweimal? Das ist zu viel. Zweimal die Wochen reicht doch. Bitte! Das ist zu viel!!“, war die Aussage meines Dates zu meiner Anzahl an Stoßzeiten der Jungfräulichkeit, wo ich keinen Mann im Bett habe und ich es mir selbst besorge, weil mich die Lust nach Erleichterung plagt.
„Hatte er Recht? Ist einmal Tag Selbstbefriedigung zu viel? Wie oft sollte es man sich denn Selber besorgen?“ Ich ließ die Reaktion meines Dates erst mal so im Raum stehen, da ich ja noch nicht mit Ihm geschlafen hatte, mich aber das Verlangen nach seinem Körper mehr als reizt und ich meinen Gedanken zu manchen Sperrstunden allein im Bett freien Lauf lasse.

Wie ich es von engen Freunden und auch von mir kenne, ist die Selbstbefriedigung ein beliebtes „Mittel“, das oft vor dem Einschlafen angewandt wird – mit oder ohne Partner, um in einen entspannten Modus zu kommen und um schneller die nächtliche Bettruhe zu finden.
Und ist es nicht so, dass die Selbstbefriedigung ein Biologisches Hilfsmittel ist, dass mehr als nützlich ist? Oder sollten man Baldrian Tropfen & Co. oder zwei, drei Bier vor dem Schlafen gehen konsumieren oder vorziehen, um diesen Relaxezustand zu erreichen um im Nachhinein zu festzustellen, im Laufe der Jahre Alkohol- oder Schlafmittelabhängig zu werden oder im schlimmsten Falle Impotent zu sein? Ich glaube das will keiner!

Ist mein Freudes- und Bekanntenkreis etwa SEXsüchtig?
Ich kam nicht umher und fragte in meinem Bekannten- und Freundeskreis nach, wie häufig sie mit Ihrem Partner schlafen bzw. Selbstbefriedigung praktizieren. Ich bekam zu hören, dass mehr als 60 % viermal die Woche mit Ihrem Partner schlafen, oder wenn dann zusätzlich Masturbieren.
Jene 15 % haben weniger Sex mit dem Partner in der Woche und fühlen sich ganz gut, 20 % schlafen entweder mit einem dritten um jenen Orgasmus zu finden oder befriedigen sich selbst unter der Dusche, im Büro oder wo auch immer, da es kein Sex mehr in der Beziehung gibt und die letzten 5 % können lange Zeit völlig ohne Sex und Selbstbefriedigung leben.
Doch wie gesund sind Orgasmen auf die Dauer und die Jahre?
Die Theorie von Sexualwissenschaftlern und Ärzten in den Fachzeitschriften ist sehr umstritten, was dieses Thema anbelangt.

„Sex und Orgasmen ist die Erfüllung, sich mit dem Partner zu Entspannen, sich innig ineinander zu Verlieren und um zu wissen, einander zu gehören. Austausch von Körperflüssigkeiten nicht ausgeschlossen und um das Herz-Kreislaufsystem auf dem laufenden zu halten“, so der Prolog einer Sexualtherapeutin in einem Magazin.

Bin ich etwa süchtig nach Orgasmen?
Eine Freundin sagte mal zu mir „An Tagen wo mein Mann auf Geschäftsreisen ist, mache ich es mir selbst. Mal ein oder zweimal, manchmal auch ein drittes Mal und ab und an auch über Skype oder Facetime mit Ihm. Er darf es ja auch. Oder glaubst Du, ich habe Lust, dass er mich betrügt da ich weiß, sein Verlangen ist so hoch wie Meines?“
Würde der andere bei hohem Verlangen nach SEX und der Befriedigung einen wirklich betrügen?
Anders frage ich mich, ab wann ist Selbstbefriedigung ein Tabuthema in einer Beziehung oder ist dies nur den Singles erlaubt oder sollte es überhaupt ein Tabuthema sein, sich und seinen eigenen Körper zu lieben?

Nach dem ich die unterschiedlichsten Paare und Singles befragt hatte, JUST spontan auch noch an jenem Abend bei der Eröffnung des NY.Clubs und auch ich selbst die Erfahrung in verschiedener Beziehung gemacht habe, sehe ich beim Thema Selbstbefriedigung kein Problem, ob als Single oder in einer Beziehung – sollte sowohl Mann als auch Frau diese Lust genießen.

Und ehrlich, meine Freundin hat auch irgendwie Recht – lieber lasse ich den Mann an meiner Seite, wenn dieser gerade nicht bei mir sein kann, die Hingabe der Selbstbefriedigung genießen, statt dass er auf die Idee kommt, sich diese Lust wo anders zu besorgen.
Porno – OK. Echtes Nacktfleisch – NO GO!

So just Do it.
Euer Kolumnist
Thomas Hirsch